Wealth Management

Klug investieren

Das Management des eigenen Portfolios bringt zahlreiche Herausforderungen mit sich. Unsere zehn Fragen können Ihnen dabei helfen, klug zu investieren.

Hier finden Sie zehn Fragen, die sich Anleger jeden Tag stellen sollten:

Gibt es Abkürzungen auf dem Weg zu hohen Renditen?

Neue Anleger haben oft unrealistische Erwartungen hinsichtlich der Renditen, die sie mit ihren Investitionen erzielen können. Es ist unwahrscheinlich, dass Sie über Nacht reich werden. Sie können den Wert Ihrer Anlagen aber langsam steigern, wenn Sie ihnen Zeit lassen, sich zu entwickeln.

Kann ich den Markt «timen»?

Es ist wichtig, eine klare Anlagestrategie zu verfolgen, die Ihre finanziellen Ziele berücksichtigt. Vor allem müssen Sie Ihren Anlagen aber Zeit geben, sich zu entwickeln. Wenn Sie immer wieder kurzfristige Änderungen vornehmen, versuchen Sie damit, den Markt zu «timen», was verheerende Folgen haben kann.

Wie viel Risiko sollte ich eingehen?

Damit Ihre Anlagen auch wirklich Ihren Bedürfnissen entsprechen, müssen Sie Ihre Risikobereitschaft langfristig festlegen. Wenn Sie zu risikofreudig vorgehen, könnte sich Ihr Kapital schnell in Luft auflösen; wer Risiken ganz vermeidet, kann aber auch keine guten Renditen erzielen. Wie viel Verlust können Sie sich wirklich leisten? Wenn die Märkte fallen, ist es wichtig, nicht in irrationale Verhaltensweisen zu verfallen.

Wie regelmäßig sollte ich mein Portfolio überwachen?

Wenn Sie Ihr Portfolio nicht laufend überwachen und deshalb nicht auf wichtige Marktentwicklungen reagieren, können mögliche Renditen verloren gehen. «Buy and hold» ist zwar in der Regel der bevorzugte Ansatz. Trotzdem sollten Sie nicht untätig bleiben. Wenn Sie Ihre Anlagen auswählen und Ihr Portfolio anschließend über Jahre ignorieren, wie können Sie dann sicher sein, dass es immer noch Ihren Bedürfnissen entspricht? Ihre finanziellen Ziele sind nicht statisch, und Ihr Portfolio sollte sich Ihren wechselnden Anforderungen anpassen.

Wie erkenne ich gute Anlagen?

Man kann sich leicht in angesagten Marktsektoren verfangen, die außergewöhnliche Renditen zu versprechen scheinen. Leider können Anleger wirklich scheitern, wenn sie sich zu sehr auf instabile, spekulative Anlagen einlassen. Deshalb ist es unerlässlich, sehr genau zu recherchieren und alle potenziellen Anlagen auf Herz und Nieren zu prüfen.

Soll ich alles auf eine Karte setzen?

Es kann sich besser anfühlen, nur in die Märkte zu investieren, die man kennt und versteht. Vergessen Sie aber nicht die goldene Regel: Achten Sie auf die richtige Verteilung der Anlagen im Hinblick auf Märkte, Anlagekategorien und Sektoren. Clevere Anleger bereiten sich auf unterschiedliche Szenarien vor, die sich auf die Anlagepreise auswirken können, zum Beispiel steigende Zinssätze. Beschränken Sie sich nicht zu sehr auf heimische Anlagen, sondern versuchen Sie, Ihre Anlagen breit zu streuen. Damit reduzieren Sie in schwierigen Zeiten das Gesamtrisiko. So sinkt die Wahrscheinlichkeit, dass all Ihre Anlagen gemeinsam abrutschen, wenn bestimmte Märkte fallen.

Welches Angebot ist sein Geld wert?

Zu hohe Gebühren zu bezahlen, kann Ihre Renditen schwächen. Daher ist es von entscheidender Bedeutung, hier ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis zu erzielen. Das bedeutet aber nicht zwangsläufig, dass Sie sich den günstigsten Fonds, Fondsverwalter oder sogar Vermögensverwalter suchen sollten. Achten Sie lieber darauf, dass der Kundenservice oder die Leistung, die Sie erhalten, ihr Geld auch wert sind.

Wann sollte ich besser aussteigen?

Es kann wehtun, wenn einem klar wird, dass eine Anlage sich nicht wie gewünscht entwickelt hat und dadurch Verluste entstanden sind. Verhaltensforscher im Finanzbereich gehen sogar davon aus, dass wir den Schmerz über einen Verlust als doppelt so intensiv wahrnehmen wie die Freude über Gewinne. Manchmal ist es aber tatsächlich sinnvoller, einen Schlussstrich zu ziehen, bevor alles noch schlimmer wird. Betrachten Sie den Verlust als eine wertvolle Lektion. An einer schlechten Anlage festzuhalten, kann Ihrem Portfolio weiter schaden.

Soll ich der Masse folgen?

Wenn Sie bei Ihren Anlagen der Masse folgen, zahlt sich das für Sie selten aus. Erfolgreiche Anleger schwimmen eher gegen den Strom und behalten in Krisenzeiten die Nerven. Sie kaufen Anlagen dann, wenn sie günstig zu haben sind, weil sie beim Rest des Marktes in Ungnade gefallen sind. Sie ignorieren «Marktausschläge» und ziehen es stattdessen vor, den Wert einer Anlage objektiv zu bewerten.

Sollte ich meinem Gefühl folgen?

Manche Anleger glauben, eine Gabe dafür zu haben, die Kursentwicklungen vorauszusagen. Sie investieren auf der Grundlage von Vermutungen und Intuitionen statt sich an einen klar definierten Plan zu halten. Dabei können sie natürlich manchmal Glück haben. Auf lange Sicht ist es jedoch unwahrscheinlich, dass Sie mit dieser Herangehensweise nachhaltige Renditen erzielen.